So vermeidest du unschöne Nischen und tote Winkel in der Anordnung deiner Möbel

Das Problem mit den Löchern – kennst du das? Es war in dieser Woche Thema meiner Studio-Sprechstunde. 

Gerade bei kleinen Zimmern kann es extrem knifflig sein, eine harmonische Positionierung der Möbel zu erreichen. Vor allem, wenn einige Gegenstände unterschiedlichen Charakters untergebracht werden müssen und jeweils sehr raumeinnehmend sind. 

Helga plagt sich gerade mit genau diesem Problem. Ein kleines Zimmer, 3,50 x 3,50, mit Bett, Kleiderschrank und Tisch. An jeder Wand etwas angeordnet, doch irgendwie will es sich nicht stimmig zusammenbringen lassen. 

Mit diesen Tipps bringst du Ruhe und Harmonie in die Anordnung der Möbel

1)Versuche Flächen und Wandlängen komplett auszufüllen

Dies möchte ich an dem Beispiel eines schlauchartigen Raumes und eines Bettes erklären. Angenommen die Abmessungen eines Zimmers wären 3 Meter x 5 Meter. Ohne jetzt in diesem Fall Nutzungsabläufe, Himmelsrichtungen oder ähnliche Einflussfaktoren zu berücksichtigen, wäre es am sinnvollsten, das Bett an der schmalen Seite anzuordnen, so dass die Fläche dort fast komplett ausgefüllt würde. Der Platz ist so am effektivsten genutzt und es bleibt eine große offene Fläche für die Anordnung weiterer Möbel oder Freiraum.

2) Versuche geschlossene Linien herzustellen und Fluchten aufzunehmen

Vielleicht hast du durch meine Studio-Sprechstunden oder einen meiner Kurse schon gelernt, dass unser Auge geschlossene Flächen und Linien mag. Wir empfinden diese Geschlossenheit als angenehme Ordnung und nehmen Dinge dadurch als Einheit war. Diese Regel kannst du dir auch bei der Anordnung deiner Möbel sehr zu nutze machen. 

Ich gehe wieder auf das vorherige Beispiel ein. Wenn unser Bett nun an der 3 Meter langen Wand angeordnet wird, versuche es also möglichst nah der Ecke zu positionieren, so dass möglich wenig vertikale Brüche entstehen. Die noch bestehende Restfläche auf der anderen Seite des Bettes könntest du nun mit einem kleinen Tischchen füllen oder auch mit ein paar Blumentöpfen, einem Korb für Bettwäsche, was auch immer. Am besten eignen sich mobile Gegenstände, sie wirken nicht so massiv. Auf jeden Fall würde dadurch dieses Loch gestopft werden und die komplett Länge der Wand gefüllt.

3) Lass’ die Löcher etwas wachsen

Versuche die Möbelstücke möglichst so anzuordnen, dass die Abstände zwischen ihnen möglichst groß werden und jedes Möbelstück entsprechend Platz zum Wirken hat. Kannst du also der Möglichkeit einer geschlossenen Linie nicht nachkommen, dann versuche den Abstand möglichst so groß zu wählen, dass eine klare Differenzierung stattfinden kann und sich durch die Auflösung wieder etwas Ruhe ergibt. In einem kleinen Raum kann es also ratsam sein, nicht alles mittig einer Wand zu platzieren, sondern Möbelstücke auch in die Ecken zu rücken. 

3) Nutze tote Winkel und Ecken

Große Kleiderschränke können sehr gut auch in toten Winkeln und Ecken, zum Beispiel hinter der Tür, angeordnet werden. Diese Flächen eignen sich oft nicht für andere Möbelstücke, aber der Platz ist hierfür bestens genutzt. So werden sie dezent etwas aus dem Blickfeld entrückt und ordnen sich eher etwas unter.